Sonntag, Juli 16, 2006

 

Bürgerstrom durch Technologiesprünge bei Photovoltaik

Bürgerprojekt Photovoltaik
(Kolumne Folge 5)

Wir hatten zuletzt erfahren, dass eine Einzelperson, die als Verbraucher und als Unternehmer mit einem Kapitaleinsatz von € 7.000 engagiert ist, den durch ihn/sie verursachten CO2 – Verbrauch um 0,65 t senken kann, wenn der persönliche Stromverbrauch zu 100% aus regenerativer Sonnenenergie produziert wird.
Nebenbei kann man mit einer Verzinsung von 3%-4% über die Dauer von 20 Jahren dank garantierter Stromeinspeisevergütung rechnen.
(http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/5982/)

Je mehr Menschen sich heute entschließen, in Photovoltaik zu investieren, desto schneller ist es möglich, für immer mehr Menschen diese Technologie nutzbar zu machen. Wir haben die Möglichkeit und die Verantwortung dafür, dass auch die Entwicklungsländer eine faire Chance haben, Zugang zu diesen Technologien zu marktfähigen Preisen zu bekommen.
Wer den Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ ernst nimmt, welcher sich aus der Verbindung Ökonomie-Ökologie-Soziales gestaltet, (http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/info/nachhalt.htm), wird die nachhaltigen Effekte eine Industriepolitik begreifen, die allen Menschen und der Umwelt zugute kommt.

Nichts spricht dagegen, dass ein kwp Solaranlage in 15-20 Jahren nur noch € 1.000 oder sogar weniger kostet. Demnach könnte eine kwh für 10ct vermarktet werden, möglicherweise sogar weniger.

Da z.B. Kohlekraftwerke mit moderner Technik zur Vermeidung von Emissionen ausgestattet werden müssen und es die Natur von Unternehmen ist, Preise zu steigern, werden wir bis dahin die 10ct leicht erreicht haben, sodass auch die Photovoltaik den Markteintritt schaffen wird.
Alles Spekulation? Die Verfahrenstechnik ist revolutionär auf dem Gebiet der Photovoltaik. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass für die Entdeckung des photovoltaischen Effektes Albert Einstein im Jahre 1921 den Physiknobelpreis erhalten hat. (http://www.energieland.nrw.de/service/brosch_
down/Photovoltaik.pdf
)
Heute werden über 90% des Solarzellenmarktes von Zellen auf Siliziumbasis beliefert. Es gibt sehr vielversprechende Zellen, die auf Dünnschichtverfahren beruhen. (http://www.zsw-bw.de/de/%20main.html ) Bei Massenherstellung dieser Produkte werden die Preise einen schnelleren Schub nach unten machen, als wenn man nur auf die Siliziumtechnik setzt.
Richtig aufregend wird das Thema Photovoltaik, wenn man dem Visionär Martin Roscheisen glauben kann. Die Firma Nanosolar (http://www.nanosolar.com/index.html) geht davon aus, dass Solarzellen auf nanotechnologischer Basis nur noch ein Zehntel des heutigen Preises kosten werden. (Handelsblatt, 27.09.05).

Die Zukunft beginnt jeden Tag. Die Unerschöpflichkeit unseres Geistes wird uns aufzeigen, dass eine moderne Energieversorgung auf regenerativer Basis möglich ist. Dass bei diesen ökonomischen Veränderungsprozessen Unternehmen, die sich nicht weiter entwickeln auf der Strecke bleiben, ist sonnenklar.
Wollen wir hoffen, dass es in Deutschland genug Unternehmer gibt, die bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen und sich für Arbeitsplätze auch in Deutschland einsetzen.
Die Politik hat es in der Hand, einen innovationsgünstigen Rahmen zu setzen.

Diese Kolumne (Folge 5) wurde für das Bürgerprojekt Photovoltaik von Dietmar Helmer geschrieben.

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